Kinoseminar „Gegen Antisemitismus“ im Filmhaus Saarbrücken

Am 15.06.2026 besuchte die Klasse 8f2 das Filmhaus Saarbrücken. Dort fand ein Kinoseminar „Verbotene Filme – das verdrängte Erbe des Nazi-Kino: Antisemitismus und NS-Propaganda im Spielfilm am Beispiel von Hitlerjunge Quex“ unter der Leitung von Dr. Burkhard Jellonnek statt. Nach einer Einführung durch Herrn Dr. Jellonnek wurde der Film gezeigt. Darin geht es um einen Jungen namens Heini Völker, der in einer kommunistischen Familie aufwächst, durch Beobachtungen in einem Ferienlager der Nationalsozialisten sich zu ihnen hingezogen fühlt. Letztendlich löst er sich von seiner Familie und wird begeisterter Anhänger der Nationalsozialisten und Mitglied der HJ. Der Film ist ein Propagandafilm, der die Nazis wesentlich besser darstellt als die Kommunisten und dadurch eine exzellente Werbung für die HJ ist. Während der anschließenden Diskussion mit Herrn Dr. Jellonnek und einer weiteren Gesprächsrunde in der Schule, kamen die Schülerinnen und Schüler zu dem Schluss, dass der Film auch nach fast einhundert Jahren immer noch eine Gefahr für Jugendliche darstellt und daher nicht ohne Einführung und Nachbesprechung gezeigt werden darf. Auch konnten Parallelen zwischen den Nazis des Dritten Reiches und heute rechtsextrem eingestellten Gruppierungen bzgl. deren Argumentationen und Überzeugungen hergestellt werden. Daher ist es wichtig, dass viele Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit nutzen, sich mit dem Erbe der Nationalsozialisten auseinanderzusetzen, um in der heutigen Zeit entschieden gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus auftreten zu können.